Aktuelles Uganda

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Jahresbericht – Dezember 2020

Wir freue uns, euch den Bericht über unsere Aktivitäten im Jahr 2020 zukommen zu lassen. Ein Jahr, in dem wir Fortschritte gemacht haben, aber auch ein Jahr, in dem unsere Bemühungen durch die Pandemie sehr eingeschränkt wurden.

1. Schule

Die Schulen in Uganda bleiben während der Pandemie geschlossen. Wir versorgen die Kinder weiterhin zu Hause mit Lebensmitteln und machen mit ihnen Fernunterricht. Das Bildungsministerium hat uns Materialen zum Heimunterricht zur Verfügung gestellt.
Unseren Schülerinnen und Schülern der ersten und zweiten Klasse wurde er¬laubt, ihre Prüfung unter Einhaltung der geltenden Sicherheits- und Hygieneregeln in der Schule abzulegen.

Im kommenden Schuljahr, das im Januar 2021 beginnt, wechseln die Schülerinnen und Schüler aus der ersten bzw. zweiten Klasse in die zweite bzw. dritte Klasse. Es wird eine neue erste Klasse geben. Die Klasse 3 wird von unserem Neuzugang im Kollegium, Madam Nakato Sumaya, unterrichtet.

Auch die Kinder, die in den vergangenen Jahren auf andere Schulen gewechselt haben, unterstützen wir weiterhin durch Hausbesuche und finanzielle Hilfe.

Wir bemühen uns natürlich weiterhin, die Schulgebäude in einem guten Zustand zu halten. Die nächsten beiden Schulräume sollen in 2021 gebaut werden und pünktlich zum Start der neuen Klasse 4 im Januar 2022 fertig sein.

Freiwillige testen zurzeit unseren Plan, von Holz auf Gaskocher in der Küche der Schule umzusteigen, um zu sehen, ob die vielversprechenden Informationen, die wir hierzu von Dritten bekommen haben, auch auf unsere Schule angewendet werden können. Leider sind die Resultate bisher enttäuschend. Wir geben aber noch nicht auf und hoffen, dass wir einen Weg finden, diese wichtige Gesundheitsmaßnahme einführen zu können. Falls wir aber nicht sicher sein können, unsere gesteckten Ziele zu erreichen, müssen wir dieses Projekt wahrscheinlich vertagen, bis wir ausrei¬chend regelmäßige Mittel hierfür zur Verfügung haben.

Wie leider zu erwarten war, hat die Corona-Pandemie nicht nur einen erschwerenden Einfluss auf den Schulbetrieb genommen; leider folgen aus der weltweiten Krise nun auch Konsequenzen für die Spendenerhebung. Unsere letzten Bemühungen, ausreichend Spenden für die Finanzierung von drei Schulklassen zu sammeln, sind gescheitert. Mit den eingegangenen Mitteln kann nicht einmal eine Klasse finanziert werden. Zusätzlich mussten einige unserer regelmäßigen Spender ihre Unterstützung redu¬zieren oder sogar ganz von ihren Spenden zurücktreten. Dies hat unsere regelmäßi¬gen jährlichen Einnahmen um rund 3000 Euro gesenkt.

Unser Plan ist weiterhin, die Schule soweit auszubauen, dass wir Kinder vom Kindergarten bis zu der 7. Klasse (letzte Jahrgangsstufe im britisch-ugandischen Schulsystem) betreuen können. Wir hoffen, dass die Schülerinnen und Schüler nach der 7. Klasse mit der Unterstützung ihrer Eltern und Familien ihre Schuldbildung fortsetzen können. Das benötigte Geld für den Bau der zusätzli¬chen Klassenräume ist bereits weitestgehend vorhanden. Die Finanzierung der zu¬sätzlichen Klassen (Lehrkräfte, Material, Schulessen) muss noch gesichert werden.

Der Rückgang der Spenden und das Defizit in unserer letzten Spendenaktion erschweren diese Aufgabe allerdings sehr. Zurzeit können wir die Schule nicht über die 4. Klasse hinaus ausbauen. Wir könnten zwar das Bauprojekt beenden. Doch wäre das sinn¬voll? Wir finden nicht, dass die Kinder die Schule nach der 4. Klasse verlassen sollten, deswegen haben wir andere Lösungen gesucht und gefunden.

Wir haben uns entschlossen, geplante Erweiterungen, wie z.B. die Einstellung einer Verwaltungskraft, eines Kochs oder einer Köchin und einer Reinigungskraft, auf Eis zu legen. Diese zusätzlichen Mitarbeiter würden die Arbeit der Lehrkräfte in einer größeren Schule zwar sicherlich erleichtern, würden in der jetzigen finanziellen Situation aber auf Kosten des Schulbetriebs gehen, was es unserer Meinung nach absolut zu vermeiden gilt.

Da die Finanzierungslücken der weiteren Klassenstufen allein durch diese Sparmaßnahmen nicht geschlossen werden können, haben wir darüber hinaus beschlossen, die Zahl der Kinder, die in die Grundschule aufgenommen werden, von den geplanten 12 auf 9 pro Jahrgang zu reduzieren. Wenn diese Än¬derung auch in Zukunft bestehen bleibt und keine weiteren Spendenkürzungen auf¬treten, dann können wir die Kinder bis zu der 7. Klasse unterrichten und müssen sie nicht nach der 4. Klasse entlassen.

Diese Maßnahmen – egal wie ungern wir sie getroffen haben – ermöglichen uns, schneller auf Änderungen unserer Finanzlage zu reagieren. Wir hoffen natürlich, dass wir die Klassen in Zukunft und nach der Pandemie wieder vergrößern können und nicht weiter verkleinern müssen.

2. Alleinerziehende Mütter

Die Corona-Krise betrifft auch einige der Eltern, deren Kinder auf unsere Schule gehen. Aufgrund der aktuellen Situation haben sie kein Einkommen und können sich und ihre Familien nicht ernähren. Dank zusätzlicher privater Spenden zu diesem Zweck, sind wir in der Lage, eine ausreichende Ernährung für die Familien zu sichern. Unsere Schülerinnen und Schüler können deshalb ihren Heimunterricht wie geplant fortsetzen. Das Engagement von Madam Ruth und Madam Esther als Botschafterinnen dieses Ernährungsprogramms hat die Beziehung zwischen den Fami¬lien, den Kindern und unserer Schule in der Gemeinde sehr gestärkt.

Unsere alleinerziehenden Mütter konzentrieren sich weiterhin auf den Verkauf von frischem Essen und anderer lebensnotwendiger Güter, so dass sie sich weitestgehend selbst versorgen können. Sie haben uns und euch ausdrücklich ihren Dank ausgesprochen: durch das Schulprojekt bekommen ihre Kinder nicht nur Bildung und Mahlzeiten, sondern die Mütter können sich auch guten Gewissens auf den Markt bege¬ben und für ihre finanzielle Unabhängigkeit sorgen, während die Kinder in der Schule sind.

3. Kinder mit Behinderung

Joel (10 Jahre) und Daphine (9 Jahre) wurden von einem ortsansässigen Arzt besucht und bekamen ihre Check-Up Untersuchungen und ihre Medikamente. Wir sind dem Arzt sehr dankbar für seine Unterstützung, denn der Transport in das Partner-Krankenhaus in Kampala ist in Zeiten der Pandemie fast unmöglich. Joels Malaria, die in der ersten Hälfte diesen Jahres diagnostiziert wurde, konnte glücklicherweise geheilt werden. Er muss nun seine Epilepsiemedikation weiter einnehmen.

Sharifa (19 Jahre) kann aufgrund technischer Schwierigkeiten beim Heimunterricht ihre anstehenden Prüfungen nicht schreiben. Deswegen muss sie die 3. Klasse der Sekundarschule wiederholen.

Wir werden natürlich weiterhin Mittel und Wege suchen, um unsere Kinder auch in diesen schwierigen Zeiten, in denen auf dringende Belange oft nicht adäquat eingegangen werden kann, mit den nötigen Behandlungen zu versorgen und sie bestmög¬lich zu unterstützen.

4. Unser Online Shop (www.childcareproject.org/shop) wartet auf Sie!

Schauen Sie rein und entdecken Sie eine große Auswahl an Artikeln aus den schönsten afrikanischen Stoffen und vieles andere. Vielleicht ist hier das Weihnachtsgeschenk für Ihre Lieben dabei? Sie können gerne auch Freunde und Ver¬wandte auf den Shop aufmerksam machen.

das Child Care Project e.V. würde sich sehr freuen, wenn wir mit euch in Kontakt treten dürften um euch weitere Informationen und detaillierte Berichte über die Fortschritte unseres Projectes in Uganda vor Ort zu geben.

Wir würden euch auch gerne Informationen zukommen lassen wie Sie sich an unseren Projekten beteiligen, sowie Ihre Ideen und Ihre Unterstützung mit einbringen könnten.

Bitte senden Sie uns eine E-Mail an : j.godfrey@childcareproject.org oder contact@childcareproject.org Sie können uns auch unter der Telefonnummer +49 1627725333 bzw. +49 62213162888 anrufen.

Das Child Care Project Team würde sich sehr für Ihre Unterstützung bedanken, insbesondere in diesen schwierigen Zeiten.

Wir schätzen Ihre Unterstützung in diesen schweren Zeiten ganz besonders.

Wir wünschen euch und Ihrer Familie Frohe Festtage und alles Gute für das kommende Jahr 2021!


2019/20

Von Oktober bis Dezember 2019 gelang es uns, den ersten Schulblock mit dem fünften Klassenzimmer fertigzustellen. In den nächsten Jahren werden wir weitere fünf Räume hinzufügen, damit alle sieben Grundschulklassen (gemäß dem britisch-ugandischen Schulsystem) und drei Kindergartengruppen ihre richtigen Räume haben. Neben dem Schulgebäude ist ein 1000-Liter-Wassertank installiert, um Regenwasser für verschiedene Zwecke zu sammeln.

Die alleinerziehenden Mütter, deren Kinder unsere Schule besuchen, erhalten von uns eine kleine Unterstützung, um ihr Geschäft führen und ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.

Wir unterstützen auch weiterhin unsere behinderten Kinder, indem wir ihnen medizinische Untersuchungen und Medikamente anbieten.

Wir sind allen unseren Unterstützern sehr dankbar für ihre Beiträge zu unserer Schularbeit, die diesen bedürftigen Kindern die Möglichkeit geben, durch Bildung der hoffnungslosen Armut zu entkommen.

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In den Monaten Oktober-Dezember 2019 wurde der fünfte Raum in unserer Grundschule in Iganga gebaut. In den nächsten Jahren werden wir weitere fünf Räume errichten, damit alle sieben Schulklassen (entsprechend dem britisch-ugandischen Schulsystem) und drei Kindergartengruppen untergebracht werden können. Neben dem Schulgebäude wurde ein 1000-Liter-Wasserbehälter installiert, in dem Regenwasser für Mehrzweckverwendung gesammelt werden kann.

Die alleinerziehenden Mütter, deren Kinder unsere Schule besuchen, bekommen von uns einen kleinen finanziellen Beitrag, damit sie ihre kleinen Unternehmen erfolgreich führen und für ihre Familien sorgen können.

Wir unterstützen weiterhin unsere Kinder mit Behinderung durch regelmäßige medizinische Untersuchungen und Medikamente.

Wir sind sehr dankbar für jede Hilfe bei unserer Arbeit, diesen Kindern eine Chance zu geben, durch Schulbildung der bitteren Armut zu entkommen.

Unterricht in den neuen Räumen, Mahlzeiten und Bewegung draußen


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 28. Januar 2019

Vor ein paar Wochen bin ich aus Uganda zurückgekehrt, wo ich mehr als 11 Wochen lang unsere aktuellen Projekte persönlich betreut habe: 

– Den Bau der vier neuen Klassenräume und des neuen Lehrerzimmers aus Ziegelstein. Diese bilden eine stabile Grundlage für die Schulbildung unserer Kinder. Eine neue Küche und neue Toiletten wurden ebenfalls errichtet. 

– Die medizinische Untersuchung unserer Kinder mit Behinderungen. Sie konnten mit den richtigen Medikamenten und Hilfsmitteln sowie weiteren therapeutischen Maßnahmen versorgt werden.

Einige ausgewählte Fotos dieser aufregenden Reise sollen Ihnen Eindrücke von den großartigen Fortschritten vermitteln.

Wir danken allen unseren Sponsoren und Unterstützern, die diese Errungenschaften möglich gemacht haben.

Wir würden uns sehr freuen, mit Ihnen in Kontakt treten zu können, um Ihnen weitere Informationen und Berichte zur Verfügung zu stellen. Sie können gerne auf uns zukommen, wenn Sie in unseren Projekten mit Ihren Ideen und Unterstützung mitmachen möchten. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: 

contact@childcareproject.org

 Jimmy Godfrey Mpungu


Der Bericht deckt die Zeitspanne von April 2016 bis Maerz 2017 ab und liefert eine Zusammenfassung der Aktivitäten die unter dem Child Care Project in Uganda durchgeführt wurden. Es handelt sich hierbei um die Weiterführung bereits begonnener Aktivitäten (Follow-Up Aktivitäten) mit Hauptfokus auf den Bereichen Gesundheit und Bildung

Neuste Berichte vom CCP aus Uganda 2017

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Aktuelle Informationen aus Uganda 15.11.2015:

Am 06.11. waren drei unserer behinderten Kinder im Krankenhaus in Kampala. Justine und Daphine haben einen Medical Check-Up bekommen und Joel ein sogenanntes Follow Up, bei dem seine Fortschritte durch die Physiotherapie untersucht wurden.

Joel hat riesige Fortschritte gemacht! Er kann nun fast ohne sich festzuhalten alleine stehen und kann auch durch die Gehhilfe besser laufen. Seitdem er bei seiner Tante lebt, die sich liebevoll um ihn kümmert, ist er viel lebhafter geworden und lacht sehr viel.

Bei Daphine konnte der Arzt leider noch keine Fortschritte sehen, doch er meinte auch, dass es lange dauern könnte bis sich bei ihr überhaupt Fortschritte zeigen. Ihre Großmutter macht weiterhin die Physiotherapie-Übungen mit ihr und bald wird Daphine einen neuen Stuhl bekommen, der dann ihren Nacken optimal stützen wird. Wir sind sehr glücklich, dass wir ihr diesen Stuhl durch die Einnahmen der Spendenaktionen kaufen können!

Justine wurde ebenfalls untersucht und ins CORSU Rehabilitation Center überwiesen. Dort soll sie einen Check-Up bekommen, um dann die weitere Behandlung zu besprechen.

Falls Sie eines unserer Kinder durch eine Patenschaft unterstützen möchten, finden Sie hier weitere Informationen sowie die Ansprechpartner für jedes Kind.

Muzafalo befindet sich nun im Krankenhaus, wo er auf seine weitere Behandlung und die baldige OP wartet.

An der Schule schreiten die Arbeiten für die Registrierung weiter voran. Die Schule ist umzäunt worden und auch die neuen Latrinen wurden fertiggestellt. Damit unsere Schule registriert werden kann müssen verschiedene Punkte abgearbeitet werden. Darum wird sich das CCP-Team vor Ort in den kommenden Monaten kümmern.